Psychotherapie

Psychotherapie

Psychotherapie ist eine Behandlungsmethode, die dazu dient psychische Leiden, Einschränkungen oder Symptome zu lindern. Sie findet im Rahmen einer vertrauensvollen Beziehung zu einem Psychotherapeuten statt.

Erstgespräch

Das Erstgespräch oder manchmal mehrere Erstgespräche dienen dazu, einen Gesamteindruck der Situation des Klienten zu erhalten und einen Therapieplan zu erarbeiten. Der Plan hängt von äußerlichen Faktoren ab, wie z.B. von zeitlichen und sozialen Bedingungen sowie von den internen Bedingungen, wie den Symptomen, der Motivation des Klienten und den persönlichen Möglichkeiten.

Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie

Eine vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) anerkannte Psychotherapiemethode, welche ein bis zwei mal pro Woche (á 50 Minuten) im Sitzen stattfindet. Die psychoanalytisch orientierte Psychotherapie ist ein von der Psychoanalyse abgeleitetes Psychotherapieverfahren. Innere Konflikte, die sich in Form von körperlichen und seelischen Leiden bemerkbar machen können, sind unserem Bewusstsein nur zum Teil direkt zugänglich. In dieser Therapieform geht es um das Erkennen und Verarbeiten unbewusster Konflikte.

Wirksamkeit

Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von psychoanalytischen Psychotherapien.

  • Douglas, Carolyn. (2011). „Studying the Efficacy of Psychodynamic Psychotherapy.“ American Journal of Psychiatry 168.6 649. Web.
  • Shedler, Jonathan. (2010) „The Efficacy of Psychodynamic Psychotherapy.“ American Psychologist 65.2: 98-109. Web.
  • Leichsenring, F.& Rabung, S. (2008). Effectiveness of Long-term Psychodynamic Psychotherapy.
    JAMA 2008; 300 (13): 1551-1565
  • Jakobsen, T., Rudolf, G., Brockmann, J et al. (2007). Ergebnisse analytischer Langzeitpsychotherapien bei spezifischen psychischen Störungen: Verbesserungen in der Symptomatik und in interpersonellen Beziehungen.
    Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Vol. 53, Nr. 2.
  • Leuzinger-Bohleber, M., Stuhr, U., Rüger, B., & Beutel, M. (2001). Langzeitwirkungen von Psychoanalysen und Psychotherapien. Eine multiperspektivische, repräsentative Katamnesestudie.
    Psyche 2001; 3: 193-276
  • Huber, D., Klug, G., von Rad, M. (2001). Münchner Psychotherapiestudie – Ein Vergleich zwischen Psychoanalysen und Psychodynamischen Psychotherapien.
    In: Ulrich Stuhr, Marianne Leuzinger-Bohleber, Manfred Beutel: Langzeit-Psychotherapie – Perspektiven für Therapeuten und Wissenschaftler. Kohlhammer, Kiel 2001: 260–270

Was beinhaltet die Therapie?

Der Klient versucht durch freies Assoziieren alles zum Ausdruck zu bringen, was ihm spontan in den Sinn kommt, so frei und offen wie möglich, während der Therapeut aufmerksam zuhört. Dies können Assoziationen, Erinnerungen, Phantasien, Bilder, Träume, Gefühle oder Körperempfindungen sein. Dadurch können unbewusste Prozesse im Denken und Fühlen ins Bewusstsein geholt werden. Ziel der Behandlung ist es, neue Erfahrungen machen zu können, die zu anhaltenden Veränderungen im Denken und Handeln führen und zu einer Persönlichkeitsentfaltung beitragen. Gemeinsam wird versucht das Innenleben des Klienten zu verstehen.

Was versteht man unter „in Ausbildung unter Supervision“?

Unter dem Begriff „in Ausbildung unter Supervision„, versteht man die letzte Phase der langjährigen Ausbildung zur/m Psychotherapeutin/en. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sind PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision zur eigenständigen und versorgungswirksamen Behandlung von KlientInnen berechtigt.

Welche Vorteile haben Sie als KlientIn?

Niedrige Kosten und hohe Qualitätssicherung: Ich biete die Einheiten zu kostengünstigeren Tarifen an, da ein Kostenzuschuss durch die Krankenkasse nicht übernommen werden kann. Es werden daher auch keine Personaldaten von Ihnen an die Krankenkasse weitergegeben. Durch die Supervisionsarbeit wird doppelt auf ihre speziellen Bedürfnisse geachtet: Einerseits durch Ihre(n) TherapeutIn, andererseits durch die Reflexionsarbeit mit der eingetragenen Psychotherapeutin oder dem eingetragenen Psychotherapeuten. Werden Themen von Ihnen in einer Supervisionseinheit besprochen, erfolgt dies selbstverständlich in anonymisierter Form. PsychotherapeutInnen unterliegen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.

Wozu berechtigt der Begriff „in Ausbildung unter Supervision“?

Einerseits berechtigt dieser Status zum unmittelbaren und eigenverantwortlichen therapeutischen Arbeiten mit KlientInnen, andererseits verpflichtet er zur Supervision bei erfahrenen KollegInnen, welche seit mindestens fünf Jahren in die PsychotherapeutInnen-Liste des Gesundheitsministeriums eingetragen sein müssen. Supervisionsstunden sind auch nach Abschluss der Ausbildung ein zentraler Bestandteil des psychotherapeutischen Berufslebens.

Aus diesem Grund ist die Supervision ein nicht wegzudenkender Aspekt der therapeutischen Laufbahn und als zusätzliche Reflexionshilfe zur eigenen Erfahrungen als Therapeutin anzusehen.

Schweigepflicht

Als Psychotherapeutin unterliege ich der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht (§15 Psychotherapeigesetz). Ich bin zur Verschwiegenheit über alle anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse in Ausübung meines Berufes verpflichtet.

Weiter